Über Uns

Am Anfang…. !

 

Wer kann in dieser Welt gleichgültig bleiben, angesichts der andauernden erschütternden, tragisch-dramatischen Ereignisse, die so viel Schaden, so viel Schmerz … angerichtet haben, und vor allem, wenn du siehst, wie sie dir näher und näher kommen, wenn du siehst, wie dein Land völlig zerrissen und durch eine Krise nach den Wahlen zusammengebrochen ist …

Was kann ich als Individuum, als Frau, als Mutter, als Intellektuelle, als Dienerin Gottes tun?

Dann kamen mir Erinnerungen an meine Kindheit ins Gedächtnis: eine glückliche afrikanische Kindheit in friedvoller Umgebung … In welchem Zustand werde ich meinen Kindern, meinen Enkeln, zukünftigen Generationen das Land überlassen?
Nach langem Nachdenken weigerte ich mich, die die aktuelle Situation als unabänderlich zu akzeptieren.

Ich habe mich gefragt – wie sollte meine Heimat; meine Umgebung, mein Land, meine Nation, mein Afrika zukünftig aussehen, damit ich es wieder mag?
So begann ich eine neue Umgebung, eine neue Nation, ein neues Afrika zu zeichnen und zu kreieren.

Aber wie kommen wir dorthin?

Nur mithilfe der Frau; als Säule, als Fundament der Familie, ganz in Übereinstimmung mit Jeanne Martin Cissé, nach der die „die Entstehung Afrikas in den Händen von Frauen liegt!“

So ist diese Plattform, F.A.R.D – Femme Africaine pour la Reconstruction et le Développement – Afrikanische Frauen für Wiederaufbau und Entwicklung entstanden
– die ich am 09. September 2012 mit 6 weiteren Frauen aus der Elfenbeinküste, Niger, Kamerun, Ruanda und Benin gegründet habe.

Unser Logo symbolisiert die Begegnung zwischen der traditionellen Afrikanerin und der modernen Afrikanerin und aus dieser Begegnung strahlt das Licht hervor, um sie beide zu erleuchten.

Wenn wir an F.A.R.D. denken, haben zwei Dinge im Sinn:
– Kosmetik / Make-up, was wir ablehnen und widerlegen
– Leuchtturm / Licht, das sowohl die traditionelle Frau als auch die moderne Frau erleuchten soll, da sie voneinander lernen müssen.

In der Tat erheben wir als moderne Frauen nicht den Anspruch, das Wissen zu haben, aber wir sind der festen Überzeugung: nur durch enge Zusammenarbeit mit unseren Schwestern in der traditionellen Gesellschaft wird es uns gelingen, unsere Nation wieder aufzubauen.

 

Aber warum und wieso wieder aufbauen?

Wir alle wissen wie es derzeit um Afrika steht – bildlich gesprochen steht Afrika in Flammen, ist schwer erkrankt und weitgehend zerrüttet…
Kurz gesagt, Afrika ist nicht so, wie wir es uns wünschen. Also, was tun?
Anstatt zu resignieren und passiv zu bleiben, entschied ich mich, aufzustehen und aktiv etwas dagegen zu tun.

Ich appelliere auch an Sie: Denken sie an unsere Heldinnen aus der Vergangenheit: Königin Abla Pokou und die Frauen von Grand-Bassam in Côte d´Ivoire, die Amazonen von Dahomey, Königin Nzinga von Angola etc.
Sie waren nicht inaktiv, sie haben am Aufbau der Schwellenländer tatkräftig mitgewirkt…….

Heute sind unsere Nationen, die mehr oder weniger im Schnitt um die 50 Jahre alt sind, Opfer aller Arten von Kriegen geworden, die Afrika ernsthaft destabilisiert, entstellt und ausgeweidet haben. Afrika leidet!

Also haben wir uns mit dieser kleinen Gruppe afrikanischer Frauen, die in Hamburg leben, entschieden, uns zu treffen, um gemeinsam eine bessere Zukunft zu schaffen. Wir weigern uns die Situation in unserem Afrika so tatenlos zu akzeptieren wie es sich derzeit präsentiert.

Wir lehnen ein Afrika im Krieg ab.
Wir lehnen ein korruptes Afrika ab.
Wir lehnen ein Afrika ab, in dem die Menschenrechte verletzt werden, insbesondere die Rechte von Menschen, die in Armut leben und von Frauen und Kindern.
Wir lehnen ein Afrika ab, das seine Kinder im Mittelmeerraum verliert.
Wir lehnen ein Afrika ab, das seine Identität verliert, indem es seine eigenen Sprachen vernachlässigt.
Wir lehnen ein Afrika ab, in dem das Leben nicht mehr lebenswert ist, ein Afrika, das Opfer seines Reichtums ist.

Also, was wollen wir?

Ein vereintes Afrika. Diese Vereinigung beinhaltet:
– die Einheit von Geist, Seele und Körper
– die Einheit des Ehepaares
– die Einheit der Familien

Wir sind überzeugt, dass eine gut funktionierende Familie zu einer gut funktionierenden Gemeinschaft, Gesellschaft und Nation führt. Wenn wir die guten Werte in der Familieneinheit erworben haben und überall dort einsetzen, wo wir sind, denn nach Ansicht einer weisen nigerianischen Frau ist jedes Kind ein Botschafter für seine Familie!

Wenn wir mit diesem Wiederaufbau beginnen, dann werden wir in der Lage sein, unsere Nationen und damit unser Afrika neu zu entwickeln: eine Entwicklung, in der die Ressourcen geteilt werden, in der die Umwelt respektiert und geschützt wird, weil sie in der Verantwortung aller liegt.

Lasst uns aufstehen und gemeinsam bauen!

 

Blessing Solange Hoppe-Amangoua
Gründerin und Vorsitzende FARD